Gebäudeschäden können vielfältige Ursachen haben und betreffen häufig mehrere Bauteile oder Konstruktionen gleichzeitig. Sie reichen von Ausführungs- und Planungsfehlern über altersbedingte Abnutzung bis hin zu Folgeschäden infolge veränderter Nutzung oder unzureichender Instandhaltung.
Im Rahmen der sachverständigen Tätigkeit erfolgt eine systematische Untersuchung des baulichen Zustands mit dem Ziel, Schäden eindeutig zu erfassen, technisch einzuordnen und voneinander abzugrenzen. Dabei wird geprüft, ob es sich um einzelne Mängel, um zusammenhängende Schadensbilder oder um konstruktionsbedingte Schwachstellen handelt.
Die Bewertung berücksichtigt unter anderem:
Aufbau und Konstruktion der betroffenen Bauteile
Baualter und bauliche Veränderungen
typische Schadensmechanismen
erkennbare Abweichungen von den anerkannten Regeln der Technik
Ein wesentlicher Bestandteil ist die Ursacheneingrenzung, da nur auf dieser Grundlage belastbare Aussagen zum tatsächlichen Schadensumfang und zur technischen Relevanz möglich sind.
Die Ergebnisse werden sachlich dokumentiert und nachvollziehbar dargestellt, um eine fundierte Grundlage für weitere Entscheidungen zu schaffen – etwa im Zusammenhang mit Kaufüberlegungen, Instandsetzungsfragen oder der Klärung von Verantwortlichkeiten zwischen privaten Parteien.
Spezielle Schadensarten wie Feuchte-, Schimmel- oder Holzschäden werden in den jeweiligen Unterbereichen gesondert betrachtet und vertieft behandelt.